Mercedes-Benz

Mit dem NL Digital Showroom das Auto neu erleben

Sanlitun – das Szeneviertel von Peking im Stadtbezirk Chaoyang: Bei sommerlichen Temperaturen entspannen sich Gäste im Ca­fé des weltweit größten Flagshipstores von Mercedes-Benz. Andere Besucher flanieren durch den Store und entdecken an einem von vier Touch-Tischen das gesamte Angebotsspektrum von Mercedes-Benz. Mit wenigen Swipes und Taps finden sie spielerisch ihr Wunschfahrzeug, können es von allen Seiten betrachten und individuell zusammenstellen. Das Interface ist selbsterklärend – ein Berater kommt nur auf Wunsch dazu. Ein Showroom, der die digitale und physische Welt verknüpft.

Neue Ideen brauchen Raum: Wir kreieren nicht nur digitale Innovationen und Services für unsere Kunden, sondern bringen auch eigene Produkte auf den Markt – in diesem Fall auf den chinesischen. Insgesamt zehn Multitouch-Displays mit integrierten Hochleistungsrechnern überzeugen mit hochauflösenden Fahrzeugvisualisierungen in Echtzeit und einem Soft-Konfigurator. Besonders eindrucksvoll ist die Powerwall: auf vier zusammengesetzten Full-HD-Displays präsentiert sich das Wunschfahrzeug beinahe im Maßstab 1:1. Eine einzigartige Verbindung zwischen Realität und Virtualität – für unseren langjährigen Kunden Mercedes-Benz genau das Richtige, um seinen Kunden ein ganz besonderes, individuelles Markenerlebnis zu bieten.

Auf einem 55-Zoll-Touch-Display kann sich der interessierte Besucher erstmal einen Überblick über alle verfügbaren Fahrzeuge verschaffen. Mit einem Tap kommt er dann in die nächste Ebene: Der Model Explorer zeigt und erklärt die Unterschiede zwischen den Modellen. Im nächsten Schritt kann das Wunschmodell dann von allen Seiten erkundet werden: Vier verschiedene Blickwinkel vom Interieur sowie eine 360-Grad-Ansicht vom Exterieur zeigen das Auto von seinen besten Seiten – und das alles nicht nur bei Tageslicht, sondern auch in einer Nacht-Ansicht.

Doch der Kunde kann nicht nur anschauen, sondern auch gestalten: Mit dem Chooser können Farben, Räder, Polster und Zierelemente individuell gewählt werden. Schwarz oder anthrazit? Eine spezielle Vergleichsansicht vereinfacht die Wahl zwischen zwei favorisierten Varianten. Das Besondere bei der Auswahl sind die Near-Field-Communication-Tags: physische Lackmuster, die per NFC die gewünschte Farbe auf das virtuelle Fahrzeug übertragen. Gerade sind wir dabei, diesen Service auch auf das Interieur, also beispielsweise Stoffmuster für die Polster, auszuweiten.

Neben existierenden Technologien wie NFC kommen weitere Neuentwicklungen aus dem Hause NOLTE&LAUTH zum Einsatz, wie der NL Image Proxy. Dabei handelt es sich um eine Art Schnittstelle zu den Versorgersystemen bei Mercedes-Benz, über den die passenden Fahrzeugvisualisierungen bereitgestellt werden. Diese Innovation nutzen wir inzwischen auch für weitere Projekte.

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User Experience Design
Customer Experience Strategy & Design
Testing & Software Development

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Mit dem NL Digital Showroom konnten wir endlich den Traum vom eigenen, physischen Produkt verwirklichen. Innerhalb von zwei Jahren hat unser Team aus Retail-Spezialisten und User Experience Designern gemeinsam mit den Kollegen von Mercedes-Benz den digitalen Showroom auf die Beine gestellt – trotz einiger Herausforderungen wie Zeitdruck, den enormen Datenmengen und ganzen Kontinenten, die geografisch, sprachlich und kulturell überwunden werden mussten. Das Ergebnis: eine einzigartige Verknüpfung von Hard- und Software, die den Qualitätsanspruch unseres Kunden „Das Beste oder nichts“ erfüllt – und auch unseren eigenen.

Die Entwicklung des NL Digital Showroom für den Flagshipstore in Peking zeigt, warum mir die Arbeit bei NOLTE&LAUTH so gut gefällt: Wenn es darauf ankommt, halten alle zusammen und übertreffen sich selbst.

Sebastian Loose – Software Engineer

 

Aktuell ist der Showroom nicht nur im Flagshipstore in Peking zu erleben, sondern auch in sechs weiteren Autohäusern in ganz China. Natürlich haben wir dementsprechend auch die Besonderheiten des chinesischen Markts berücksichtigt. Neben einer chinesischen Menüführung und der Produktpalette, die hier eher aus Paketen als aus einzelnen Ausstattungsmerkmalen zusammengesetzt ist, haben wir anhand von Interviews mit lokalen Händlern auch das Kauf- und Kommunikationsverhalten berücksichtigt. Der chinesische Kunde möchte das Gerät erst einmal ausprobieren. Sein Wunschfahrzeug teilt er nicht via Whatsapp, sondern über WeChat und QR-Code, mit dem innerhalb der nächsten 7 bis 14 Tage das konfigurierte Wunschmodell wieder aufgerufen werden kann.

Wie bei allen Innovationen gehen uns auch bei diesem Produkt die Ideen für die Weiterentwicklung nicht aus. Basierend auf qualitativen Kunden- und Händlerinterviews und quantitativem User-Tracking generieren wir laufend Erkenntnisse für eine kontinuierliche Optimierung. Beispielsweise arbeiten wir aktuell an 3D-Visualisierungen sowie Virtual- und Augmented-Reality-Erweiterungen. Zudem ist die Ausweitung auf weitere internationale Märkte geplant. Entsprechende Informationen wird es dann in unserem Blog geben.

Der NL Digital Showroom beweist unser Verständnis für Automotive-Retail, unsere technische Kompetenz und unseren Premium-Anspruch: die Sales-Experience der nächsten Generation zu entwickeln.

Marko Kehm – Client Service Director
Veröffentlicht am 04.06.2016 von Julia Zimmermann in Projekte

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