Der Goldfisch ist dem Menschen voraus – zumindest was seine Aufmerksamkeit betrifft. Dank der modernen Mediennutzung ist unsere menschliche Aufmerksamkeitsspanne mittlerweile auf 8 Sekunden beschränkt. Das ist eine ganze Sekunde weniger als beim glänzenden Fisch mit 9 Sekunden.

Was das für das UX-Design bedeutet?

Inhalte müssen für den Nutzer vor allem durch Personalisierung relevant werden und geräteübergreifend abrufbar sein. Denn der Nutzer und seine Bedürfnisse stehen beim UX-Design immer im Fokus – und das muss dem gesamten Team immer bewusst sein. Das Design der Zukunft sollte aber noch einen Schritt weiter gehen, das wurde beim ux-congress in Frankfurt am Main klar: Nicht nur persönlich auf den User zugeschnitten sollten Plattformen sein, sondern auch prädiktiv. Der Designer muss also vorhersehen, was der User macht und will, und die entsprechenden Inhalte bereits vor dem „Klick“ anzeigen.

Hängt hoch: Die „GAFA“-Messlatte

Wie kann ein UX-Designer die Erwartungen der Nutzer vorhersehen? Natürlich gibt es da die klassischen Methoden: Nutzerbefragungen, schnelles, stetiges Verproben mit A/B- und User-Testings und eine gute Fehlerkultur. Diese führen zu relevanten und guten Ergebnissen und steigern die Akzeptanz durch die Zielgruppe. Was der User von heute erwartet, lässt sich jedoch auch an einer Messlatte ablesen: Google, Amazon, Facebook und Apple („GAFA“). Die Erwartungshaltung an eine Website, und ihren Service, wird von diesen vier Unternehmen gestaltet. Die User rechnen mit ähnlichen Ergebnissen und Patterns. Beobachtet der UX-Designer also, was die „Big 4“ so machen, kann er ein Gefühl für die Erwartungshaltung der User entwickeln.

Somit haben wir wieder einen Grund mehr, warum wir Facebook & Co. unsere knappe – aber kostbare – Aufmerksamkeit schenken und von Apple, Amazon & Co. lernen sollten.