Niemand macht mit Absicht schlechte Produkte. Oft stehen allerdings die falschen Ziele im Vordergrund. Sind Business-Ziele die einzigen Treiber bei der Produktentwicklung, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass der wichtigste Faktor übersehen wird: der Kunde.

Damit wir bei der Entwicklung neuer Produkte nicht das Wesentliche aus den Augen verlieren, lernen wir in einem Prozess, bestehend aus Customer Research und User Testing, den Kunden und seine Bedürfnisse sowie Präferenzen besser kennen. Der folgende Teil aus unserer Reihe „Der Kunde als Kompass der Produktentwicklung“ beschäftigt sich mit dem Konzepttest.

“In See stechen” – Der Konzepttest

Für die relevantesten Kundenprobleme entwickeln wir im nächsten Schritt in einem interdisziplinären Team mehrere Lösungsansätze. Auch hier gilt: Niemals den User aus den Augen verlieren. In dieser Phase der Produktentwicklung helfen uns User-Testings.

Der Konzepttest ist eine Form des User-Testings und zeigt, ob ein entwickelter Lösungsansatz innerhalb einer Gruppe auf Nutzungsinteresse stößt. Hierbei erhalten die Tester Konzepte in unterschiedlichster Form. Dabei kann es sich zum Beispiel sowohl um ein bereits stark ausgearbeitetes Feinkonzept des Produktes handeln als auch um erste grobe Skizzen, die einen Lösungsansatz verständlich abbilden. Wichtig ist, dass es nicht darum geht, einen Prototyp funktional zu testen. Vielmehr zielt der Test darauf ab, den Lösungsansatz für das identifizierte Kundenproblem und damit die Idee für das zukünftige Produkt zu validieren. Der Grund ist, dass eine Idee viel schneller und einfacher entwickelt und geändert werden kann – und damit der sogenannte Problem Solution Fit bereits in einem frühen Entwicklungsstadium erreicht wird. Der Konzepttest bietet dadurch die Möglichkeit, ein Lösungskonzept schon in der Planungsphase richtig auszurichten und dadurch Kosten und Zeit zu sparen.

Eine weitere Testing-Methode gibt es im nächsten Teil unserer Reihe „Der Kunde als Kompass der Produktentwicklung“.