Zwitschern und Ich – zur individuellen Anwendung von Twitter

15.12.2009 / Lab / Urs Bellermann
echoandnarcissus

„What are you doing?“ lautete die Ausgangsfrage von Twitter, seitdem reisen die verschiedensten Antworten mit 140 Zeichen um die Welt. Dass das Verb „to do“ bei der digitalen Selbstdarstellung eigentlich etwas zu kurz greift, ist kaum überraschend. Edward Mischaud hat bereits 2007 eine Masterarbeit am LSE vorgelegt, die das Abweichen von der ursprünglichen Fragestellung untersucht. Seine qualitative Studie mündet in der Feststellung eines stark individuellen Nutzerverhaltens: „… in its pure function, Twitter addresses an innate human desire to converse and to be heard. Seen in this light, it is no surprise that people have appropriated it to reflect whatever use or style of communication they want.“

 

 

Edward Mischaud: „Twitter: Expressions of the Whole Self – An investigation into user appropriation of a web-based communications platform“.

Download der Dissertation als PDF (englisch)



Bildunterschrift:
Das Waterhouse-Gemälde erinnert an die potentiell tragische Beziehung der Invividuen: Echo sitzt am Ufer und followt Narziss, der leider nur auf seine Mentions fixiert ist. Solche Beziehungen sind glücklicherweise extreme Ausnahmen – auch bei Twitter-Usern.

  • Twittern
  • Yigg
  • MisterWong.DE
  • Webnews.de
  • Digg
  • del.icio.us
  • Technorati
  • Facebook
  • Google
  • Live
  • StumbleUpon
  • LinkedIn
  • Reddit

Keine Kommentare vorhanden.

Beitrag kommentieren